Nachgefragt: Lecker Apfeltaschen

apfeltaschen

Vor ein paar Tagen erreichte mich per Mail ein Hinweis auf die wirklich sehr schönen, handgefertigten Macbook-Taschen, die Paul Stubert und Jacqueline Blümel als Apfeltasche anbieten. Da die dazugehörige Website nicht so richtig informativ ist und ich Natural Born Neugierig bin, habe ich bei Paul nochmal nachgefragt.

Diskursdisko: Am besten, ihr stellt euch erst Mal kurz vor… : )

Paul Stubert: Wir sind Jackie, Modedesign Studentin am Lette Verein und Paul, GWK Student an der Universität der Künste. Kennen tun wir uns noch aus unserer gemeinsamen Schulzeit und leben tun wir eigentlich schon immer in Berlin. Mittlerweile sind wir ein Pärchen mit Drang zur Selbstverwirklichung.

Diskursdisko: Seit wann produziert ihr die Apfeltaschen? Wie kam es dazu?

Paul Stubert: Die Idee für die Apfeltaschen kam mir eigentlich schon vor etwa 3 Jahren, als ich mir ein nagelneues MacBook zulegte und nach längerem Suchen feststellte, dass es einfach keine Tasche gibt, die meinem neuen Begleiter gerecht werden könnte. Also umhüllte ich ihn erst einmal provisorisch mit einem alten T-Shirt und war mit der Zeit immer mehr von dem Gedanken begeistert, dass so ein Mac etwas zum Anziehen bräuchte.

Ich denke im Zeitalter der digitalen Bohème, ist so ein MacBook doch nicht nur ein Nutzgegenstand, es ist sozusagen ein Accessoire, dessen Erscheinung in diversen Cafés, Unis oder Büros regelrecht inszeniert wird. Wieso also nicht ein Fach für das MacBook im Kleiderschrank reservieren?

Jackie kam dazu und nach längerer Reifezeit und vielen Prototypen entstand also die Apfeltasche, die seit Ende Juli käuflich zu erwerben ist.

Diskursdisko: Im Moment habt ihr ja noch eine relativ kleine, aber feine “Produktlinie” – wie sieht es mit Erweiterungen aus? Neue Designs in Planung?

Paul Stubert: Ja, geplant ist es im Jahr eine Sommer und ein Winterkollektion zu entwerfen. Dadurch wird auch verhindert, dass zu viele Taschen mit dem gleichen Design in Umlauf kommen. Ideen für die neue Kollektion schwirren bereits durch unsere Köpfe. Was dann aber genau dabei rauskommt, wird sich zeigen…

Diskursdisko: Erstaunlicherweise hat ja nicht jeder ein Macbook – da würde es sich doch anbieten, auch für andere Produkte Apfeltaschen herzustellen, zum Beispiel für iPhone oder iPod?

Paul Stubert: Ich glaube, dass es für diese Produkte einfach mehr Alternativen gibt. Für MacBooks hingegen ist es schwer Taschen zu finden, die einerseits gut aussehen und anderseits weniger als ein Wochenend-Urlaub kosten. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass wir selber kein iPhone haben. Es könnte mir ja mal jemand eins schenken… ;-)

Vincent Wilkie hat diesen tollen Beitrag verfasst. In seiner Freizeit ist er Musiker, Webdesigner und DJ.

| | | | | | | | More


  • iBend — jetzt mit Artwork
    Der eine oder andere hat vielleicht das iPhone/iPod Touch-Stativ iBend schon mal gesehen. Durch das Bedienprinzip — einfach zusammenbiegen — sehr leicht zu handhaben…
  • Les Paul
    Les Paul, Pionier der Mehrspur-Aufnahmetechnik und Mitentwickler der elektrischen Gitarre, ist vorgestern im Alter von 94 Jahren verstorben.
  • Egg Freckles?
    Keine Frage, ich bin ein ebenso grosser Apple Fanboy wie the next guy, wenn nicht sogar ein noch grösserer. Natürlich will auch ich ein iPad…
  • Diskursdisko + Spreeblick
    Alle reden davon, daß die Blogosphäre enger zusammenrücken und mehr kooperieren sollte — wir machen es einfach. Ich freue mich sehr, anzukündigen, daß diese Woche eine, wie ich finde, ziemlich coole Aktion startet: im Rahmen der Diskursdisko/Spreeblick-Crosspostings werden zukünftig die Diskursdisko-Interviews parallel auch bei Spreeblick veröffentlicht. Den Anfang macht ein Interview mit Kevin Dart, jetzt schon bei
  • Noisey Präsentiert: Munk
    Herzlich willkommen zu einer neuen Reihe hier auf Diskursdisko: Noisey, die angenehm laute, musikbegeisterte Schwester von Vice…



3 Kommentare

    Digitale Boheme mit einem MacBook? Tut mir leid, aber das ist der kleinbürgerlichste Unsinn den ich seit langem gelesen habe. Bitte mal über folgende Reihenfolge Gedanken machen: Erst lesen, dann lernen, dann sprechen. Hier könnte Paul Stubert anfangen: http://de.wikipedia.org/wiki/Boh%C3%A8me

    • “erst lesen, dann lernen, dann meckern” – wenn du den wikipedia artikel zu ende lesen würdest, könntest du vielleicht die differenzierung zwischen “boheme” und “digitaler boheme” vornehmen.

      Paul Stubert bezieht sich wahrscheinlich auf den ansatz von Lobo & Friebe, die den begriff der digitalen boheme mit ihrem buch “wir nennen es arbeit” grundlegend geprägt haben. sie bezeichnen damit eine “gruppe freischaffender medienberufler mit künstlerisch-kreativen Ambitionen, die neue Kommunikationstechnologien nutzen, um ihre individuellen Handlungsspielräume zu erweitern.” des weiteren erläutern sie, dass sich diese gruppe sogenannter kreativer inflationär vermehrt.

      lies das buch bevor du wieder von “kleinbürgerlichen unsinn” möchtest!

      • Wir reden also von Lobo, dann reden wir von Kleinbürgern. War doch nur nett gemeint. Nicht aufregen, Felix!

        Lies und staune. Ich zitiere da einfach noch mal Schwarmwissen (Wikipedia) auch wenn mir das zuwider ist:

        “In der marxistisch-leninistischen Terminologie wurden „Kleinbürger” Nicht-Proletarier genannt, die sich ohne festen Klassenstandpunkt der gerade herrschenden Klasse anpassten. […]

        Kleinbürger stehen, ökonomisch und vom Marxismus her gesehen, zwischen dem Lohnarbeiter und dem Kapitalisten. Mit dem Lohnarbeiter haben sie gemeinsam, dass sie von eigener Arbeit leben müssen, mit dem Kapitalisten, dass sie ihre eigene(n) Produktionsmittel benutzen und ihr Arbeitsprodukt als ihnen gehörende Ware verkaufen. In ihrer Mehrheit sind es Einzelarbeiter.”

        Und jetzt mal ganz tief durchatmen und …. fühlt sich das nicht gut an ???

Was sagst Du dazu?