Willße mippm Rauchen aufhörn?

Der Berliner Illustrator Frank Höhne hat mit dem Rauchen aufgehört. An sich wäre das weder besonders interessant, noch eine Meldung wert, hätte er den Suchtentwöhnungsprozess nicht schlauerweise dazu genutzt, Leidensdruck in kreative Energien zu kanalisieren.

Herausgekommen ist ein handgemachtes, für alle Interessierten und Nachahmer als PDF runterladbares Buch mit allerlei in Höhnes unnachahmlichen Stil illustrierten Gedanken rund ums Thema. Wenn das Aufhören solche Resultate hervorbringt, sollte ich mal ernsthaft darüber nachdenken. Hmm.

Ich habe diverse Jahre geraucht und dies auch sehr genossen. Nur verhalt ich mich in Dingen, welche mir zusagen recht maßlos, weshalb ich einen Weg aus der „Sucht“ suchte. Beim recherchieren im Feld der Raucherentwöhnung fiel mir der Missstand auf, dass es eigentlich keine Maßnahmen gibt, welche mich ansprechen. Also entschied ich mich eine Entwöhnung für mich selbst zu konzipieren. Als Illustrator hoffte ich, der Umgang mit dem Stift ist angemessener als ein Nikotinpflaster. Daraus entstand dieses Buch, welches den Weg und gleichzeitig Bereiter dessen, also eine illustrative Suchtbewältigung aufzeigt, dabei aber deutlich sagt, ja ich rauche gern und nicht den schweren Zeigefinger erhebt.

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(via Tim Seifert)

Vincent Wilkie hat diesen tollen Beitrag verfasst. In seiner Freizeit ist er Musiker, Webdesigner und DJ.

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