Noby Noby Boy: iPhone WTF?

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Es gibt Momente, in denen ich mich frage, ob gewisse Teile der Menschheit noch ganz bei Trost sind, ob ich eventuell über Nacht den Verstand verloren habe, oder doch das ganze Leben nur eine Art dadaistischer Witz sein könnte. Momente etwa wie jener, in dem ich die unten eingebetteten Promovideos zum morgen erscheinenden iPhone-App Noby Noby Boy erstmalig sah.

Für alle, die das Spiel nicht kennen: Noby Noby Boy ist ein 2009 erschienener, recht idosynkratisch-japanischer Zeitvertreib für die PS3, bei dem es in der Hauptsache darum geht, eine Art Wurmgetier mit dem interessanten Namen BOY in die Länge zu strecken. Die jeweilige Länge der Streckung wird an eine Art Highscore-Liste übertragen, auf Grund derer sich wiederum ein sich im Weltall befindliches Wesen namens GIRL streckt, um damit neue Welten freizuschalten, in den sich BOY strecken kann.

Ähm, ja. In der Tat.

Das ist an und für sich schon reichlich merkwürdig und nicht unbedingt das, was ich unter Spiel einordnen würde, allerdings irgendwie auch witzig und optisch eine lustige Sache. File under Strange Japanese Games, und alle sind glücklich — übrigens stammt das Ganze von Keita Takahashi, dem Schöpfer des nicht weniger seltsamen, aber weitaus spieleartigerem Katamari Damacy.

Die Worte, die wiederum notwendig wären, um einigermassen kohärent zu beschreiben, was zumindest mit den Promovideos zum iPhone-App gleichen Namens los ist, fehlen mir ehrlich gesagt ein wenig. WTF? reicht bei weitem nicht aus — wir sind hier schon eher bei einem ausgewachsenen What. The. Fuck? mit etwas What. The. Fucking. Fuck? oben drauf. Hier scheint die Sesamstrasse auf dem Weg zur Votsandssitzung ausgerutscht und in einen Eimer LSD gestolpert zu sein.

Brandon Boyer schreibt bei Boing Boing:

The videos surely depict exactly what the Noby team’s whiteboard meetings must be like, with hand-crafted puppet and cardboard-cutout versions of Noby characters each insisting on new features for the App to attract more than five million users worldwide, targeting diverse demographics of kindergartners, party people, businessmen, planners, and music lovers alike.

Ergibt das alles irgendeinen Sinn? Ich weiss es nicht. Sehen Sie bitte selbst. Weitere wenig informative, dafür amüsante Videos gibt es in Noby Noby Boys YouTube-Kanal.

Vincent Wilkie hat diesen tollen Beitrag verfasst. In seiner Freizeit ist er Musiker, Webdesigner und DJ.

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