Das Racist: Fake Patois

Vor Jahren war ich mal in Köln bei einem Konzert von Deutschlands liebsten Reggae-Artisten Gentleman und war etwas peinlich berührt davon, daß der gute Mann albernerweise die Ansagen zwischen den Songs nicht etwa in seiner Muttersprache machte, die in Köln ja durchaus die Mehrheit versteht, sondern im jamaikanischen Patois, was dort wiederum kaum jemand versteht, mancheiner allerdings eventuell cooler findet.

Das Racist finden sowas ganz allgemein auch reichlich albern, weshalb in Fake Patois einmal im Rundumschlag alle ihr Fett wegbekommen, die aus Imagegründen gerne so tun, als seien sie Jamaikaner.

Ganz wunderbar nebenbei der Kommentar bei Vimeo:

Is a lower-res version available? I can still make out faces and shapes in this.

Vincent Wilkie hat diesen tollen Beitrag verfasst. In seiner Freizeit ist er Musiker, Webdesigner und DJ.

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2 Kommentare

    Gentleman hat einige Zeit in Jamaika gelebt. Da finde ich es durchaus legitim das er auf einem Konzert Patois spricht. Sonst müsste man sich ja auch beschweren das er seine Lieder auf Patois/Englisch singt.

    • Naja, ich sehe schon einen Unterschied zwischen Singen auf Patois und direkter Ansprache des Publikums in seiner Heimatstadt in einer Fremdsprache. Klar ist das nicht verwerflich, aber albern finde ich es schon.
      Zum Beispiel bin ich gebürtiger Brite und zweisprachig aufgewachsen — trotzdem spreche ich mit dir nicht englisch, sondern deutsch, damit du auch alles verstehst, was ich sage.

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